Projektname:

Gedenk- und Dokumentationsstätte für Verfolgte des NS-Regimes

Projektträger:

Verein zur Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft Mansfelder Land/ Salzbergwerk Neu-Mansfeld/Georgi e. V.

Telefon: 034601/30803

Fax: 034601/31990

Mittel aus dem lokalen Aktionsplan:

4.000,00 €

Projektdauer:

01.09.2008.-31.12.2008


Projektinhalte

Im Jahr 2006 sollten die letzten Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen KZ Wansleben durch die Treuhand verkauft und abgebrochen werden. In 380 Meter Tiefe ruht hier das dunkelste Kapitel der Dorfgeschichte des kleinen Ortes Wansleben: Der "Georgischacht" - einstmals Einstieg in ein unterirdisches Labyrinth aus kilometerlangen Stollen, Gängen, unbekannten Kammern und KZ-Rüstungsschmiede. Weder die Öffentlichkeit noch Historiker wussten bisher von dem Konzentrationslager in Wansleben, eines der berüchtigten Außenlager des KZ Buchenwald, in denen Tausende Häftlinge zu Tode geschunden wurden. Die internationale Aktenlage zu diesen Geschehnissen ist eher dürftig: Yad Vashem und andere Quellen berichten in kaum mehr als zehn Zeilen zu den Vorgängen in Wansleben, dessen "Arbeitskommandos" die Codenamen "Wilhelm" oder "Biber II" trugen. Überliefert sind zudem nur einige Aktenfragmente des "SS-Führungsstabes A6", der das KZ 1944 aufgebaut hatte, sowie ein paar Notizen in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. An einer umfassenden historischen Aufarbeitung der Lagergeschichte war offenbar bis heute nie wirklich jemand interessiert - weder die 3. US-Army, die das Lager am 12. April 1945 befreit hatte, noch die Besatzungstruppen der Roten Armee, die elf Wochen später folgten. Auch die DDR nicht, deren Staatssicherheit ausgerechnet über dieses KZ den Mantel des Schweigens ausbreitete. Darüber kann auch das 1946 eingeweihte Mahnmal mit den eingravierten Namen der deutschen Konzentrationslager nicht hinwegtäuschen, das der Mansfelder Seekreis 1946 auf dem Wanslebener Dorfplatz errichtete.
Das jetzt doch Licht in die Schatten der dunklen Vergangenheit fällt, dürfte vor allem den Recherchen des pensionierten Bergmanns Horst Bringezu aus Halle (Saale) e es damit vor dem unmittelbaren Abriss und gründete den Verein zur Aufarbeitung der Verein zur Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft Mansfelder Land/ Salzbergwerk NeuMansfeld/Georgi e.V.
Das KZ gliederte sich in 2 Standorte der Gemeinde Wansleben, wobei in dem einen Ortsteil nur noch ein Denkmal an das KZ erinnert.
Im anderen Ortsteil der Gemeinde waren die Unterkünfte der Häftlinge und der Wachmannschaften und ein Grubenschacht, in dem eine Waffenproduktion unter Tage vorbereitet wurde. Die noch bis heute existierenden letzten Gebäude, in dem sich die Fördereinrichtung und das Schachtgebäude befand, soll für Ausstellungszwecke und Seminare genutzt werden. Leider sind diese Gebäude stark sanierungsbedürftig, woran der Verein bereits arbeitet. Mit dem Mikroprojekt soll jetzt das durch den Verein bereits recherchiertes Material zusammen mit Schülern gesichtet, aufgearbeitet und katalogisiert werden.
Derzeit ist der Verein dabei, dass Umfeld zu gestalten und nach Erhalt entsprechender Fördermittel in dem jetzt noch existierendem Gebäude eine Gedenkstätte mit Seminarraum zu errichten, um ein generationsübergreifendes Angebot zur lokalen Geschichtsaufarbeitung im beschriebenen Themenfeld anzubieten.
Im beantragten Projektzeitraum soll das bisher recherchierte und erforschte Material generationsübergreifend und unter Beteiligung aller interessierten Vereine, Institutionen, Schulen, Bildungsträgern und Privatpersonen themenbezogen für künftige Ausstellungen und Workshops aufgearbeitet werden.
Es entsteht in diesem Zusammenhang eine breit gefächerte Materialsammlung, die für alle beteiligten Projektpartner für die tägliche Arbeit zu den unterschiedlichsten lokal-historischen Themen zur Verfügung steht. Die am Projekt beteiligten Zielgruppen werden zunächst über einen Aufruf des Vereins, der sich direkt an die interessierten Vereine, Institutionen, Schulen, Bildungsträgern und Privatpersonen richtet, zu einem ersten Treffen Anfang September nach Wansleben eingeladen. Hierbei geht es zunächst um die Verabredung von Themenschwerpunkten für die weitere Arbeit.
Neben der einschlägigen Literatur zum ehemaligen Konzentrationslager und überlieferten Originaldokumenten sind in den zur Verfügung stehenden Archiven Rechrechen zur Geschichte des Lagers, seiner Häftlinge, der Aufseher und der Nachnutzung vorzunehmen. In einem zweiten Projektabschnitt im Zeitraum Oktober sind für die spätere Repräsentation der Geschichte des Lagers Zeitzeugen -Interviews mit überlebenden des Lagers, ehemaligen Zwangsarbeitern und vor allem noch mit in der Region lebenden Augenzeugen durchzuführen und eine Videodokumentation zu erstellen. Die Beteiligten treffen sich regelmäßig zu Zwischenabsprachen und der Vereinbarung weiterer notwendiger Arbeitsschritte. Der interessierten Öffentlichkeit wird Ende November/Anfang Dezember 2008 die Im beantragten Projektzeitraum soll das bisher recherchierte und erforschte Material generationsübergreifend und unter Beteiligung aller interessierten Vereine, Institutionen, Schulen, Bildungsträgern und Privatpersonen themenbezogen für künftige Ausstellungen und Workshops aufgearbeitet werden. Es entsteht in diesem Zusammenhang eine breit gefächerte Materialsammlung, die für alle beteiligten Projektpartner für die tägliche Arbeit zu den unterschiedlichsten lokal-historischen Themen zur Verfügung steht. Die am Projekt beteiligten Zielgruppen werden zunächst über einen Aufruf des Vereins, der sich direkt an die interessierten Vereine, Institutionen, Schulen, Bildungsträgern und Privatpersonen richtet, zu einem ersten Treffen Anfang September nach Wansleben eingeladen. Hierbei geht es zunächst um die Verabredung von Themenschwerpunkten für die weitere Arbeit.
Neben der einschlägigen Literatur zum ehemaligen Konzentrationslager und überlieferten Originaldokumenten sind in den zur Verfügung stehenden Archiven Rechrechen zur Geschichte des Lagers, seiner Häftlinge, der Aufseher und der Nachnutzung vorzunehmen. In einem zweiten Projektabschnitt im Zeitraum Oktober sind für die spätere Repräsentation der Geschichte des Lagers Zeitzeugen -Interviews mit überlebenden des Lagers, ehemaligen Zwangsarbeitern und vor allem noch mit in der Region lebenden Augenzeugen durchzuführen und eine Videodokumentation zu erstellen. Die Beteiligten treffen sich regelmäßig zu Zwischenabsprachen und der Vereinbarung weiterer notwendiger Arbeitsschritte. Der interessierten Öffentlichkeit wird Ende November/Anfang Dezember 2008 die Arbeitsergebnisse in einem Symposium präsentiert.