Annäherung durch Verständnis und Teamwork
Die Projekte sollen durch Vorarbeit auf bestimmte Veranstaltungen hinauslaufen, die die
Jugendlichen zusammen erleben aber auch teilweise selbst durchführen sollen.
Die Projekte haben hierbei einen spielerischen Charakter und sollen auch zur
Bildungsvermittlung dienen.
Die Projekte sind:
1. Integration durch Zusammenarbeit
Die Jugendlichen bauen zusammen mit einem Betreuer Seifenkisten. Der Bau vermittelt handwerkliche
Geschicklichkeit und fördert die Teamarbeit. Hierbei werden die Teams aus verschiedenen
Gruppen gebildet und sollen weitestgehend auch mit beiden Geschlechtern möglichst
paritätisch besetzt werden. Da die männlichen Jugendlichen sich in der Überzahl befinden,
kann durch eine gleiche Aufteilung der Gruppen eine Gerechtigkeit gewährleistet werden. I
n den Bau der Seifenkisten sollen eigene Gestaltungswünsche einfließen und im Endeffekt
ein Kompromiss über Gestaltung und Bau gefunden werden. Zum Bau dürfen alle Gruppen ihre
Lieblingsmusik mitbringen, die dann abwechselnd gespielt wird. Das Gewinnerteam des
internen Seifenkistenrennens kann dann nächstes Jahr an dem Seifenkistenrennen der
naTo in Leipzig teilnehmen.
2. Integration durch WissenEinmal pro Monat soll ein Bildungsabend ein anderes Land
beleuchten. Hierzu soll auch Deutschland zählen, um den Jugendlichen mit migrantischem
Hintergrund die deutsche Kultur näher zu bringen und Verständnis für die deutsche
Gesellschaft sowie ihre Sitten und Werte zu wecken. Die Abende sollen mit Unterstützung
sozialpädagogischer Hilfe von den Jugendlichen in Eigenverantwortung umgesetzt werden.
Hierzu können auch die Eltern einbezogen werden, die traditionelles Essen und kulturelle
Unterhaltung beisteuern sollen. Dazu sollen sie die Jugendlichen selbst einladen und zur
Teilnahme bewegen. Die Veranstaltungen stehen auch der interessierten Öffentlichkeit offen.
Hierdurch sollen auch mehr Jugendliche für zukünftige Projekte in der Jugendarbeit gewonnen werden.
3. Integration durch VerlässlichkeitDen zweiten integrativen Teil bildet ein Ausflug zu einem
Hochseilgartn. Hierfür werden die Jugendlichen wieder in Gruppen eingeteilt
und sollen zusammen vorher festgelegte Ziele erreichen. Dabei werden ihnen
vorerst die notwendigen Sicherungsmaßnahmen durch einen Klettertrainer vermittelt.
Das Klettern ist der perfekte Sport für die Teamarbeit, da sich die Jugendlichen gegenseitig
sichern und Vertrauen zueinander aufbauen müssen. Hierbei sollen die Jugendlichen mit
migrantischem Hintergrund auch besonders den guten Umgang mit dem anderen Geschlecht lernen.
Zur Überprüfung der Sicherheit ist der erfahrene Kletterlehrer anwesend. Durch das Klettern
sollen auch Ängste abgebaut werden, sowohl vor der Höhe als auch voreinander.
Zwischendurch sollen die einzelnen Gruppen auch einige Aufgaben erfüllen, die
vor allem einen Bildungshintergrund abverlangen und kulturelle Grenzen überbrücken.
Hierzu sollen Fragen aus den Heimatkulturen der Migrantenjugendlichen einbezogen
werden, damit diese für die deutschen Jugendlichen auch zu einem wertvollen Bestandteil
des Teams avancieren und entscheidend zum möglichen Sieg beitragen. Die Fragen hierzu
werden vorher an den Bildungsabenden im "Moskito" vermittelt. Somit ist ein genaues
Zuhören notwendig, um zu gewinnen. Der Tag soll dann in einer Jugendherberge (oder Zeltlager)
ausklingen, wo die Jugendlichen am Abend gemeinsam Holz sammeln, am Lagerfeuer sitzen,
ins Gespräch kommen, Erlebtes auswerten, gemeinsam singen, essen und einfach Spaß haben.
4. AbschlussfestEin gemeinsames Fest, in das wiederum die Eltern einbezogen werden sollen,
und das der Öffentlichkeit offen steht, soll den Abschluss der Veranstaltungsreihe bilden.
Hierbei sollen verschiedene Tänze und Musik von den Kindern und Eltern aufgeführt werden.
Zusammen sollen auch verschiedene kulinarische Köstlichkeiten vorbereitet werden. Hierbei
soll vor allem auch auf religiöse Gebote Rücksicht genommen werden (keine Verwendung von
Schweinefleisch bei Gerichten aus der muslimischen Kultur). Das Fest bildet auch für die
älteren Generationen eine Möglichkeit zum Austausch. Die Jugendlichen bestimmen unter
Aufsicht der sozialpädagogischen Betreuer das Rahmenprogramm selbst.
Das Fest soll im "Moskito" stattfinden und der Öffentlichkeit offen stehen.