Projektträger:

MitBürger e.V.
Schlossgasse 03
06526 Sangerhausen

Telefon:03464-27 93 96

Fax.:034 64-27 93 96

Projektname:


Umsetzung des Handlungskonzeptes "Bürgerschaftliches Engagements in Sangerhausen"

Laufzeit:

01.01.2010-31.12.2010

Bewilligte LAP-Mittel:

15.500 EURO


Inhalte

In der Region Mansfeld Südharz leben Menschen mit Ansprüchen, individuellen Interessen und besonderen Fähigkeiten. Der MitBürger e.V. will diese Menschen im Sinne einer starken, demokratischen Gemeinschaft fördern.

Er hat sich die Aufgabe gestellt,
Strukturen zur Förderung und Anerkennung
bürgerschaftlich, freiwillig und ehrenamtlich engagierter Menschen aufzubauen und zu unterstützen;
sowie
eine Bürgerstiftung für die Region Sangerhausen aufzubauen. Die Bürgerstiftung schafft die Möglichkeit, dass Bürger selbst bestimmend über das Leben in Gemeinschaft entscheiden und es gestalten - ob soziokulturell, künstlerisch, sportlich, generell gemeinnützig und gemeinwesenorientiert. Jugend und Alter, Männer und Frauen sind dabei gleichberechtigt. Die Aufgabe des MitBürger e.V. ist es, die Gründungsphase der Stiftung zu organisieren und das notwendige Stiftungskapital zu sammeln. "Freiwilliges Engagement ist eine sich entwickelnde Größe.
Das ist in dem Wissen, dass der Staat allein zivilgesellschaftliche Verantwortung nicht tragen kann, umso
wichtiger. Verantwortung füreinander tragen - das geht uns alle an. Eine soziale Bürgergesellschaft muss
in der Lage sein, gemeinschaftliche Fürsorge aktiv wahrzunehmen. Nicht nur unsere Demokratie, auch
Inhalt unsere Wirtschaft, unsere soziale Sicherung und unser kulturelles Leben beruhen auf der
Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement.
Diese Bereitschaft ist nicht selbst verständlich, sondern muss sorgsam gepflegt werden.

Zeitplan: Das Projekt Strukturaufbau -
Umsetzung des Handlungskonzeptes "Bürgerschaftliches Engagements in Sangerhausen" soll helfen,
institutionelle und individuelle Rahmenbedingungen zu schaffen, um die genannten strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen zu bewältigen. Im Sinne und zum Nutzen einer starken, demokratischen, bürgeschaftlichen Zivilgesellschaft.

Orientierung für den Strukturaufbau geben die praktischen Empfehlungen des Handlungskonzeptes. Danach ergeben sich folgende Schritte:
(siehe Anlage 1 "Gliederung Handlungskonzept "Bürgerschaftliches Engagements in Sangerhausen"
I Finanzieller und organisatorischer Aufbau von langfristigen Arbeitsstrukturen
Mit dem MitBürger e.V. ist eine freie Trägerstruktur gegeben.
Mit der Geschäftstelle des MitBürger e.V. in der Schlossgasse 3 in Sangerhausen ist eine zentrale Anlaufstelle für bürgerschaftliches, freiwilliges Engagement gegeben.
Ab dem 1.Dezember 2009 stehen zur Zeit ausschließlich ehrenamtliche personelle Ressourcen zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements zur Verfügung. Gemessen an den inhaltlichen Herausforderungen sind damit Professionalität und Kontinuität nicht oder nur unzureichend gegeben.

Schritt I : Mit Partnern aus Wirtschaft und Kommune soll ein Modell gemeinschaftlicher Förderung bürgerschaftlichen Engagements vereinbart werden.
Zeitraum: Januar 2010

II Analyse bürgerschaftlichen Potentials in der Stadt Sangerhausen (repräsentative Befragung)
Mit einem Freiwilligen-Survey als Repräsentative Trenderhebung zu Ehrenamt, Freiwilligenbewegung und bürgerschaftlichem Engagement (1999-2004) liegen Fakten zum Thema auf Ebene des Bundes und des Landes Sachsen Anhalt vor. Eine auch nur annähernd aussagestarke Erhebung für die Region Sangerhausen besteht nicht. Sie wäre aber wichtige Grundlage für den Aufbau von effektiven Rahmenbedingungen für bürgerschaftlich, freiwillig und ehrenamtlich engagierte Menschen.

Schritt II : Planung, Durchführung und Auswertung einer repräsentativen Befragung zu Ehrenamt, Freiwilligenbewegung und bürgerschaftlichem Engagement in der Region Sangerhausen

Zeitraum: Sommer 2010

(Sollte im Rahmen der Stadtentwicklung Sangerhausen eine wiederholte repräsentative Befragung zum Thema Stadtentwicklung durch das Büro Stephan Westermann im Sommer 2010 erfolgen, können Synergien in der Befragung zum Thema Engagement genutzt werden.)

III logistischer Aufbau eines effektiven Freiwilligenmanagements Sind Arbeitsstrukturen und eine Situationsanalyse zum Thema Engagement für die Region grundlegend gegeben, kann dem Entsprechend eine Logistik zum Management von bürgerschaftlichem und freiwilligem Engagement aufgebaut werden.
Schritt III : Schaffung technischer und personeller Vorraussetzungen zum Freiwilligenmanagement (Aufbau eines Freiwilligenstabes; Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen, Freiwilligen;
technische Ausstattung mit Managementprogrammen für Freiwilligeneinsätze, Aufbau von internen Kommunikationsstrukturen zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, Freiwilligen und Partnern, etc.)

Zeitraum: laufend ab Ende I. Quartal 2010 IV Aufbau von Kommunikationsstrukturen zum bürgerschaftlichen Engagement zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft Zum Einen gilt es, bürgerschaftliches, freiwilliges und ehrenamtliches Engagement als gesellschaftliches Potential und förderwürdige "vierte Kraft" der Gemeinschaft zu kommunizieren. Imageaufbau. Um anderen gilt es, eine verständliche und förderliche Verständigung von Akteuren aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aufzubauen und zu sichern. Identitätspflege.
Schritt IV : Entwicklung geeigneter Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Engagement
Einrichtung regelmäßiger, zeitgemäßer & zielgruppenorientierter Kommunikations(platt)formen
Zeitraum: laufend

V Freiwilligenmanagement zur Realisierung von Maßnahmen öffentlichen Interesses Die "Freiwilligendienste aller Generationen" sind eine verbindliche Form des bürgerschaftlichen Engagements in vielfältigen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, offen für alle Altersgruppen. Modellhaft umgesetzt auch im Leuchtturmprojekt der Lagfa - Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligenagenturen des Landes Sachsen Anhalt im Programm "Familiennahe Freiwilligendienst. In Kooperation mit der Lagfa und ggf. einer Förderung durch das Land Sachsen Anhalt sowie dem Bund kann das Modell des "Freiwilligendienstes aller Generationen" sowie das Projekt "E-Lotsen im Stadtteil" als Formen des Freiwilligenmanagements auch in der Region Sangerhausen umgesetzt werden.

Schritt V : Aufbau eines Freiwilligendienstes aller Generationen
Aufbau eines Familiennahen Freiwilligendienstes Management von Freiwilligeneinsätzen im öffentlichen Interesse
Zeitraum: laufend ab II. Quartal 2010

VI Engagement in Stadtteilen
Ein sozialräumliches Projekt zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements im Rahmen der Initiative nationale Stadtentwicklungspolitik ist das Projekt "Engagement-Lotsen im Stadtteil" (E-Lotsen). Damit könnte regional an aktuellen Entwicklungen des Stadtteilmanagements in Sangerhausen angeknüpft werden (Othaler Weg: Soziale Stadt / West: Handlungskonzept Am Bergmann / Süd West: Mehrgenerationenhaus Karl Liebknecht Straße / Süd: Mehrgenerationenhaus Alban Hess Straße). Die Stadt Sangerhausen ist Standort der Internationalen Bauausstellung - IBA 2010 und wird sich als solcher in 2010 international präsentieren wollen und müssen. Eine Aufgabe, die ohne Beteiligung der Bürger nicht gestemmt werden sollte. Mit dem Bürgerbeteiligungsprojekt "Kumpel Plätze" ist der MitBürger e.V. ein Akteur der IBA 2010 in Sangerhausen. Mit seinen Erfahrungen und Bürgerkontakten kann er bürgerschaftliches Engagement auch zur IBA Präsentation managen.

Schritt VI : Aufbau von E-Lotsen in Stadtteilen (ab II. Quartal 2010)
Mitarbeit im Programm Soziale Stadt / Stadtteil Othaler Weg (laufend seit 08 / 2009)
Mitarbeit an der Präsentation IBA 2010 (laufend)
Begleitung der Umsetzung des Handlungskonzeptes Am Bergmann (bei Bedarf)

VII Aufbau eines Stiftungsmanagements
Der begonnene Weg zum Aufbau einer Bürgerstiftung für die Region Sangerhausen ist bis zu deren Gründung weiter zu gehen.
Die Worchsche Stiftung u. a. ist soweit wieder zu beleben, dass sie nicht nur rein formal Ihren Stiftungszweck weiter erfüllen kann. Alle Stiftungsansätze - auch die unselbstständige Anny-Bauer-Tierheimstiftung - sollten in Ihrer Verwaltung so optimiert werden, dass sie einen möglichst hohen Effekt für die Gemeinschaft erzielen.

Schritt VII : Aufbau eines Stiftungsmanagements
(u.a. Gründung Bürgerstiftung, Belebung Worchsche Stiftung u.a.,
Verwaltung Anny-Bauer-Tierheimstiftung)
Zeitraum: laufend

VIII Qualifizierung und Anerkennung Engagierter und Aufbau von Engagementnetzwerken
Viel Eigenengagement ist bereits in der Stadt gegeben, seit Jahrzehnten. Die Menschen, die es leisten, gilt es zu fördern und in Ihrem Engagement anzuerkennen. Ihr Kontakte, Verbindungen und Beziehungen im wörtlichsten Sinne tragen dazu bei, individuelle Ressourcen für gemeinschaftliche Anliegen zu erschließen. Aus diesen persönlichen Strukturen könnten fröhliche, tragfähige, temporäre und nachhaltige Netzwerke werden, die als "vierte Kraft" das Gesicht der Region prägen.

Schritt VIII : Entwicklung geeigneter Qualifizierungsangebote für bürgerschaftlich, freiwillig Engagierte
(z.B. Landesfortbildung der Friedrich Ebert Stiftung "Senioren im Ehrenamt"; Ausbildungen
im Rahmen des Freiwilligendienstes aller Generationen; Mitgestaltung des "Tag des Ehrenamtes" der Stadt Sangerhausen; u.a.)
Unterstützung von Informationstreffen, individueller, freier Engagementplattformen, Einrichtung von Onlineplattformen, etc.
Zeitraum: laufend ab III. Quartal

Projektpartner:

Stadt Sangerhausen
Ansprechpartner:
Ralf Poschmann, Stabstelle
Silvia Reichwald, Stadtplanerin
Christiane Mattuscheck, Gleichstellungsbeauftragte
Art der Zusammenarbeit: gemeinsame Planung; Beratung, Organisation, Koordination

Landkreis Sangerhausen
Ansprechpartner:
Robert Grünewald, Amt für Familie, Jugend und Soziales
Undine Knorr Linde, Gleichstellungsbeauftragte
Waldemar Cug, Referatsleiter Jugend
Art der Zusammenarbeit: gemeinsame Planung; Beratung, Organisation, Koordination

Landesarbeitsgemeinschaften Freiwilligenagenturen - Lagfa Sachsen Anhalt
Ansprechpartner: Olaf Ebert, Geschäftsführer Lagfa, Leiter der Freiwilligenagentur Halle (Saale)
Art der Zusammenarbeit: Coaching, Beratung, Qualifizierung

Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft:
Städtische Wohnungsbaugesellschaft Sangerhausen mbH - SWG
Ansprechpartner: Herr Ulrich Franke, Geschäftsführer
Wohnungsbaugenossenschaft Sangerhausen e.G. - WGS
Ansprechpartner: Frau Karina Kaiser, geschäftsführender Vortsand

Stadtwerke Sangerhausen GmbH
Ansprechpartner: Herr Olaf Wüstemann

UNISON Haus
Agentur für marktorientiertes Werben
Ansprechpartner: Tino Schultze, Inhaber

Projekt 3 e.V.
Ansprechpartner: Herr Dieter Klein, 1. Vorsitzender

AWO-Kreisverband Sangerhausen e.V.
Ansprechpartner: Frau Edith Hüttl

Bürger der Stadtteile Othaler Weg und West (Bürgergruppen / Jugendgruppe Kumpel Platz)
Lenkungsrunde IBA 2010
Für alle gilt als Form der Zusammenarbeit: gemeinsame Planung; Beratung, Organisation, Koordination

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