Projektträger:

GSG - Gesellschaft für Sanierung und Strukturentwicklung Mansfelder Land mbH
Herr Peter Edel
An der Hütte 2
06311 Helbra


Telefon: 034772/84301
Fax: 034772/84302

Projektname:

Auf dem Weg zu gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz

Laufzeit:

01.01.2010 bis 31.12.2010

Bewilligte LAP-Mittel:

9322,44 €


Überblick

Im Rahmen der Bündnisarbeit konnten in den Jahren seit 2007 in der Lutherstadt Eisleben zahlreiche Projekte erfolgreich durchgeführt werden und es kann heute festgestellt werden, dass die Bürgerschaft gut über dessen Arbeit vor Ort informiert ist.
Dafür spricht auch die Auszeichnung der Lutherstadt Eisleben mit dem Titel "Ort der Vielfalt" im Mai 2009.
Die neuerlichen vernetzten, integrativen Projekte werden auch weiterhin, wenn gleich quantitativ nicht mit den selben Schwerpunkten, erneut Projekte der Integration der politischen Bildung (auch gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus) enthalten.
Gleichzeitig wird auch verstärkt Augenmerk auf die Einbeziehung der Ortsteile (ländlicher Raum) gelegt, um somit mehr bürgerschaftliches Engagement zu erzielen. Angesprochen werden in den einzelnen Teilprojekten nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Eltern und Senioren /-innen.
Die Vernetzung wurde erweitert, z.B. nach Hettstedt und mit der Region um Sangerhausen (z.B. IGEL in 08/09 und Nangadef e.V. im Rahmen der IKW 09). Hier wurden bereits Anmeldungen für 2010 an die Träger gereicht.

Projektinhalte und Zeitplan 2010:

Das Fest der Kulturen am Sonntag, 30.5. 2010

im Rahmen des 3-tägigen Stadtfestes
im Bereich um die Eisleber Andreaskirche (oberhalb des Marktplatzes) und der dortigen Bühne.
Zeit: 11 00 bis 17.00 Uhr.
Neu in diesem Jahr ist die Überlegung, dieses Fest auf eine bestimmte Nationalitätengruppe / Region auszurichten und dies in die Hände dieser Gruppe zu legen.
Kooperationspartner ist somit der Verein der Vietnamesen Mansfeld -Südharz e.V..
Er ist für die Gestaltung des Kulturprogramms auf der Bühne verantwortlich, sowie für weitere Angebote, welche den Besuchern /innen die asiatische Kultur näher bringen (Bastelangebote für Kinder, Schaukochen etc.). Gleichzeitig wird der Verein mit der vietnamesischen Botschaft Möglichkeiten suchen, eine Ausstellung über die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit zu organisieren, denn 2010 ist das Jahr der besonderen Würdigung der Zusammenarbeit mit Deutschland.
Der Eisleber Klaus Rohde war in 2009 in Vietnam und wird seinen Dia-Ton-Vortrag erstmals im Januar in einem kleinen Kreis der evangelischen Gemeinde Andreas-Nicolai-Petri vorstellen. Mit ihm wurde bereits gesprochen, dass er zum Fest der Kulturen diesen ebenfalls hält.
Mit diesem Vorgehen zur Gestaltung des Festes der Kulturen soll die Eigenverantwortlichkeit der Interessenvertretungen der Migrationsverbände gestärkt werden. Gleichzeitig werden sie damit für mehr Toleranz und Wertschätzung in der Bevölkerung sorgen können und ggf. andere Volksgruppen mit Migrationshintergrund zu gleich gelagerten eigen Aktivitäten animieren. Da der Verein in dem benannten Bereich auch eine eigenständige Versorgung betreiben darf, kann er daran ermessen, welche eigenen finanziellen Mittel er z. B. beim nächsten Fest der Kulturen daraus einsetzen kann, um auch nach der Förderung selbstständig mit zu gestalten.
Bereits für 2010 soll, zusammen mit dem Lokalen Bündnis für ein verantwortliches Miteinander geprüft werden, ob es Möglichkeiten gibt, dass Kinder/ Jugendliche hier lebender Vietnamesen und deutsche Altersgenossen gemeinsam eine Bildungsreise (mit engen Kontakten zu Familien /Schulen) in Vietnam unternehmen.

Mit der Gestaltung des Festes der Kulturen zeigen die vietnamesischen MitbürgerInnen, dass sie nicht nur gewillt, sondern auch dazu eigenständig in der Lage sind, an der Bürgergesellschaft aktiv mitzuwirken, demokratische Strukturen und Regeln zu beachten und ggf. auch positiv "herausfordernd" auf die BesucherInnen des Festes zu wirken, denn auch unter Einheimischen gibt noch viele Potentiale.

An den verschiedenen Ständen soll nicht nur verkauft werden, sondern man will mit den Standbesuchern ins Gespräch kommen. Das realisiert sich z.B. über den Bastelstand für Kinder und über jene, wo traditionelle vietnamesische Angebote - einschließlich Kulturprogramm - gemacht werden.

Gemeinsame Erlebnisse (zwischen Anbietern und Besuchern) in diesen geschilderten Bereichen lassen Kontakte eher zu und Gespräche entstehen.
Unterstützt wird die Kommunikation zusätzlich durch den Info-Stand des Lokalen Bündnisses für ein verantwortliches Miteinander, AG Lutherstadt Eisleben. Die Mitglieder werden nicht nur am Stand präsent sein, sondern auch an den einzelnen Ständen und für Gespräche und Diskussionen zu allgemeinen und speziellen Fragen zur Bündnisarbeit und der Bedeutung von Toleranz, Integration und gewaltfreiem Umgang miteinander bereit stehen bzw. dazu einladen.

Zu bemerken ist noch, dass wir bestrebt sind das Fest der Kulturen im Rahmen des jährlich stattfindenden Stadtfestes durchzuführen. Sport gegen Gewalt

Aktionstag " Sport gegen Gewalt" am 11.06.2010
Streetwork der Lutherstadt Eisleben betreut seit 11 Jahren die Kinder und Jugendarbeit der Lutherstadt Eisleben, seiner Ortsteile und Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft.
Es wird mit Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 27 Jahren beiderlei Geschlechts, die sozial benachteiligt gelten und deren persönliche Entwicklung gefährdet ist, gearbeitet.
Die Kinder und Jugendlichen suchen Gespräche, Freizeitangebote, die durch Streetwork vermittelt und organisiert werden.
Auffallend im vergangenen Jahr war für Streetwork, dass die Integration der ausländischen Kinder und Jugendlichen sich als schwierig erwies.
Streitigkeiten und Auseinandersetzungen untereinander, machten es sehr schwierig, die Kinder und Jugendliche gemeinsam zu beschäftigen.
Der Wunsch ausländischer Kinder und Jugendlicher nach sportlichen Veranstaltungen war aber vorhanden.
Deshalb versuchte Streetwork. eine Vielzahl von Veranstaltungen durchzuführen, unter anderem Spielplatzfeste, Fußballturniere, Volleyballturniere, Inlinernachmittage und wöchentliche Fußballangebote.
Durch die sportlichen Veranstaltungen möchte Streetwork versuchen , die Integration ausländischer Kinder und Jugendlichen voranzutreiben, da Streetwork besonders durch solche Veranstaltungen ein besseres Zusammenleben zwischen deutschen und ausländischen Kindern und Jugendlichen fördern möchte.

Jährlicher Höhepunkt der sportlichen Veranstaltungen war in den vergangenen Jahren der Aktionstag " Sport gegen Gewalt", der weiter fortgeführt werden soll.

Unser Ziel besteht darin , die Kontakte weiter aufzubauen und zu festigen.

Im nächsten Jahr wird der 10. Aktionstag stattfinden.
Der Aktionstag ist eine Großveranstaltung für in- und ausländische Kinder und Jugendliche.

Für diese Veranstaltung werden wir mit dem Landessportbund, die Schulen und Sportvereine, Polizei, IBSeV der Lutherstadt Eisleben zusammen arbeiten.

Der Aktionstag soll am 11.06.2010 auf dem Gelände des MSV Eisleben stattfinden. Geplant ist eine Teilnehmerzahl von 300 bis 400 Kindern und Jugendlichen.

Programmablauf:

9:00 Uhr,Eröffnung durch Schirmherrin Oberbürgermeisterin Frau Jutta Fischer

9:15 Uhr, gemeinsame Erwärmung aller Kinder auf dem Fußballfeld

9:15 - 13:00 Uhr, sportliche Wettkämpfe der Kinder
laufen, werfen, springen, Mannschaftsspiele)
Rahmenprogramm für Kinder
Polizei, Feuerwehr, Sumo- Ringen, Kistenklettern, Animation, Fahrrad-
Parkur, Spielbus, Riesenrutsche ( LBS), Reiten
15:00 Uhr- 19:00 Uhr sportliche Wettkämpfe für Jugendliche
( Fußball, Kraftsport, Boxen)

Am Ende der Veranstaltung soll eine Band für Jugendliche spielen und eine Filmvorführung stattfinden.
Natürlich wird es dieses Sportfest auch nach der zusätzlichen Förderung durch das Bundesprogramm geben, denn es wird ja seit einem wesentlich längeren Zeitraum schon durchgeführt. Es konnte jedoch in den letzten Jahren mit diesen Mitteln quantitativ und qualitativ erweitert werden. Da das Interesse daran sehr beachtlich ist, wird sich langfristig an der TeilnehmerInnen, - anzahl und -struktur nichts ändern. Für die mit den Mitteln ermöglichten zusätzlichen Spaß-Sportangebote werden wir z.B. über Sportgeschäfte und Fitnessstudios versuchen, Sponsoren zu gewinnen.

"Der Vergangenheit auf der Spur"

Dieses Projekt wird für 2010 vom Berufsbildungswerk Kolping in Hettstedt neu aufgegriffen und hat zum Ziel, für den Landkreis Mansfeld Südharz eine Karte zu gestalten, auf der alle ehemaligen Außen- und Arbeitslager von Konzentrationslagern aufgezeigt und zusätzlich dokumentiert werden.
Das Kolpingwerk hat in den vergangenen Jahren schon mehrfach mit Projekten gegen das Vergessen in Bezug auf die Konzentrationslager auf sich aufmerksam gemacht und hier unter den Auszubildenden viel bewirkt.
Anhand von Unterlagen, Literatur (vom Bündnis und dem Verein u. a. zur Verfügung gestellt)und eigener Recherchen entsteht eine "Landkarte des Landkreises Mansfeld-Südharz", in der alle ehemaligen KZ-Außen- und Zwangsarbeitslager eingezeichnet werden. Diese gilt es, in einem entsprechenden Begleitpapier zu beschreiben und ggf. mit noch vorhandenem Bildmaterial zu unterlegen. Gleichzeitig wird von allen diesen Orten ein aktuelles Foto gemacht und der Recherche zugefügt.
Zusätzlich entsteht auf der Basis des Materials eine digitalisierte Unterrichtsstunde, die jederzeit wieder eingesetzt werden kann. Mit Ausnahme der Grundschulen, wird dieses Material (Karte mit Dokumentation und Unterrichts -DVD) an alle Schulen, Gymnasien, Berufsschulen, Jugendclubs, Kirchengemeinden mit Jugendarbeit kostenlos ausgegeben.
Zusätzlich wird mit den regionalen Tourismusverbänden gesprochen, damit für potentielle Interessenten dieses Material als Wegweiser zur Verfügung stehen kann.
Zwei Kollegen aus dem freizeitpädagogischen Bereich werden das Projekt mit 6 Auszubildenden durchführen, wobei in regelmäßigen Abständen die anderen Jugendlichen über den Verlauf /Teilergebnisse informiert werden. Kooperationspartner sind:
* Verband der Verfolgten des Naziregimes
* Verein zur Schaffung der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers in Wansleben
* Förderverein Alte Synagoge Eisleben
* Heimatverein der Stadt Mansfeld
* Amelie Fried
* Lokales Bündnis für ein verantwortliches Miteinander Mansfeld-Südharz

Schulprojekt des Lokalen Bündnisses für ein verantwortliches Miteinander Mansfeld-Südharz
Durch das für die Öffentlichkeitsarbeit z. Z. zuständige Bündnismitglied wurde in Zusammenarbeit mit folgenden Partnern eine Vortragsreihe für Schulen erarbeitet:
FV Alte Synagoge Eisleben e.V.
Eine - Welt -Haus in Halle , Mohamed
Verein zur Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft Mansfelder Land e.V.
Historiker Dr. H. Lauenroth
Synagogenverein Halle e.V.
Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V.

Damit soll, vor allem auch über Zeitzeugen, den Schülern /-innen die Möglichkeit gegeben werden, Gelerntes an der praktischen Anwendung zu überprüfen und neue Aspekte hinzu zu fügen.
Die Themen wurden wie folgt gebucht:

1."Sind Juden Deutsche !" SKS Katharinenschule

2. "Islam gleich Islamismus !" LBS Pestalozzi

3. "Die DDR ein Unrechtsstaat ?" Katharinenschule und LBS

4. "Das KZ-Außenlager Wansleben /See Levana-Schule

5. Aktionstag im ehemaligen KZ -Außenlager Wansleben am 15.5.2010

Das Projekt kann durchaus in den nächsten Jahren bei entsprechendem Bedarf an den Schulen etc. weitergeführt werden, da man u. a. bei der Landeszentrale für politische Bildung dafür auch Förderanträge stellen kann, zumal, wenn wir mit diesem Pilotprojekt gute Resonanzen nachweisen können.
Außerdem lässt es sich auf weitere Schulen weiter ausdehnen, wofür z.B. im Raum Sangerhausen oder Hettstedt lediglich entsprechende Koordinatoren dazu bereit sein müssten.

Themenübersicht:

Sind Juden Deutsche ?

Sebastian Funk, FV Alte Synagoge Eisleben e.V.
Karl Sommer, Synagogengemeinde Halle e.V.
Maria Hahn, Gleichstellungsbeauftragte L. Eisleben
Inhalt:
-An Hand der Recherche , wo in Eisleben bis 1941/42 jüdische MitbürgerInnen wohnten, werden an 4 Beispielen die Biographien dieser Familien dargestellt (in Wort und Bild). Diese haben eine besonders aktuelle Bedeutung, da diese Menschen in überwiegender Zahl in Sobibor ermordet wurden; was gerade durch den wohl letzten Kriegsverbrecher- prozess (i.V.m. den Naziverbrechen im 2. WK) der Gegenwart gegen Iwan Demjanuk besondere Bedeutung erlangt. Dabei entsteht für die SchülerInnen auch nachvollziehbar ein Raumgefühl, wenn sie wieder durch unsere Stadt gehen und an verschiedenen Stellen "Stolpersteine" sehen.
-Der Vorsitzende der Synagogengemeinde wird daran anknüpfend der Frage nachgehen, warum hier lebende Juden Deutsche sind und wie sich dies aus der Geschichte und Kultur /Religion des Judentums herleitet.
-An Hand des Buches "Alle Juden sind ..."-50 Fragen zum Antisemitismus wird Frau Hahn mit "ausgewählten Meinungen und Vorurteilen" die Diskussion eröffnen.

Die SchülerInnen erhalten Arbeitsblätter.
Als Vorbereitung auf diesen Vortrag erhalten die SchülerInnen die Aufgabe, in Eisleben Zeugnisse einstigen jüdischen Lebens zu suchen und kurz zu beschreiben:
-Was wurde gefunden ?
- Wo wurde es gefunden?
- Woran hat man den Gegenstand, die Person, das Zeichen erkannt ?

Die DDR - ein Unrechtsstaat ?

Johannes Rink, Bundesvorsitzender des Verbandes der Opfer des Stalinismus und Betroffene
r Melanie Kollatzsch, Betroffene
Joachim Marckstadt, Betroffener
Wolfgang Stiehl, Betroffener

Inhalt:

1. Was war die DDR ?
-eine Demokratie - Deutsche Demokratische Republik
- eine Diktatur des Proletariats
- eine Diktatur der Staatspartei der SED

2. Politische Häftlinge in der SBZ und späteren DDR
- das Leben vor der Inhaftierung
- zwischen Zwangsarbeit und Freikauf
- das Leben nach der Haftentlassung in die DDR (Bespitzelung - Reglementierung - Einschränkung)

3. Unterdrückungsapparat einer Diktatur
- warum braucht eine Diktatur einen Unterdrückungsapparat
- sind Gestapo und Stasi vergleichbar (ja zur Struktur, nein zu den verübten Verbrechen)
- Aufbau, Struktur, Gliederung der Stasi (keine parlamentarische Kontrolle, direkt der Staatspartei unterstellt)

4. der 17. Juni 1953 - faschistischer putsch, Volksaufstand oder Arbeiteraufstand ?
- in der DDR
- im Mansfelder Land
- die Rolle der Stasi vor, während und anch dem 17. Juni

5. Die DDR als Unrechtsstaat
- Lehren aus der Geschichte

ISLAM gleich Islamismus ?
Mamad Mohamad vom Eine -Welt-Haus, Zur Saaleaue 51A, 06122 Halle

Ausgehend von grundsätzlichen Aussagen zu dieser Religion (Basis: ihre 5 Säulen und die Entstehung) wird der grundsätzliche Unterschied zum radikalen Islamismus (Abgrenzung , Ursachen , Vertreter, Gesetzeskraft des Islam) gemeinsam herausgearbeitet.

Die SchülerInnen bereiten sich vor mit folgende Aufgabe:

Schau Dich in Deiner Klasse, Deiner Schule, im Jugendclub oder auf der Straße um.
Findest Du dort Menschen, die dem Islam angehören oder
dies von Dir so vermutet wird. Woran erkennst Du sie ?

Von den 1,3 Mrd. Muslimen der Welt leben 3,5 Millionen in Deutschland, viele von ihnen schon in der dritten und vierten Generation. Die Muslime in Deutschland leisten als loyale friedfertige Bürger einen nicht unerheblichen Beitrag zum Wohle dieser Gesellschaft, trotzdem erfahren sie Ablehnung und Ausgrenzung.
Das Interesse am Islam ist in Deutschland seit den Terroranschlägen in den USA deutlich gewachsen. In diesem Vortrag werden kompakte Informationen aus authentischer Quelle gegeben. Es wird außerdem auf die Besonderheiten des Islam in Afrika Subsahara eingegangen.

Methode:
Kurze Vortrag über Islam 20 min
Welche Werte bilden das heutige Abendland? 45 min (Rollen Spiel)
Auswertung und Fragen 25 min
Das Außenlager des KZ-Buchenwald in Wansleben / See (März 1944-April 1945)

Dr. Hartmut Lauenroth, Historiker aus Eisleben

1. Die Funktion des Außenlagers Wansleben
- Aufbau des Lagers
- Nutzung der Kalischächte für die Rüstungsindustrie "Biber 2"
- Rüstungsbetriebe, die in Wansleben produzierten

2. Die Häftlinge des KZ in Wansleben
- Nationalität und Transportlisten
- Arbeitsbedingungen, Unterkunft, Verpflegung

3. Kommando des KZ Wansleben
- Wachmannschaften
- Lagerleiter Helbig

4. Todesmärsche und Befreiung des Lagers

5. Faschismus - eine historische Erscheinung ?
- Bezug zur unmittelbaren Geschichte in der Region herstellen
- hierdurch ist der Faschismus keine imaginäre historische Erscheinung; er bekommt ein Gesicht

6. Rechtsextremes Verhalten heute
- Sensibilisierung der SchülerInnen für ein demokratisches und tolerantes Miteinander
- Beitrag zur Bloßstellung von diskriminierendem Verhalten und rechtsextrem motivierter Gewalt - Auseinandersetzung mit kultureller und geschichtlicher Identität

Aktionstag für jugendliche SchülerInnen am 15.5.2010 im KZ-Außenlager Wansleben /See

Verein zur Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft Mansfelder Land e.V.
Gemeinnütziger Frauenveerin der Lutherstadt Eisleben e.V.
Levana -Schule
Jugend -und Seniorenbegegnungstätte ZECHE
BBW Kolping
Streetworkerin mit Jugendlichen und Hilfskräften
AG Miteinander Leben und weitere interessierte Bündnismitglieder

Ablauf:

8.00 Uhr fährt ab Eisleben ein Sonderbus für die Jugendlichen und ihre Betreuer ab Busbahnhof am Klosterplatz

Zunächst kurzer Rundgang durch das ehemalige Lager und Einweisung in die verschiedenen Arbeitsaufgaben (Gerätschaften werden vorgehalten und bei Bedarf vom Eisleber EB Betriebshof zur Verfügung gestellt) 4 Stunden

Mittag Imbiß, vorgehalten durch den Trägerverein und unter Mithilfe des Frauenvereins

Auswertung der Ergebnisse und Hinweise zur Weiterführung des Projektes; möglichst mit festen Absprachen zu den Terminen.
Anmerkung: An diesem Tag soll ein längerfristiges Teilprojekt zumindest seinen Anfang nehmen:
Es werden Steine aus dem Lagerbereich gesäubert, ggf. bearbeitet und von den Teilnehmern /-innen beschriftet (Name, Herkunfstland, Geburts- und Todestag der hier verstorbenen / ermordeten Häftlinge) und
künftig ein Bestandteil der Gedenkstätte sein.

16.00 Uhr Rückfahrt

Methodik für alle Angebote:

Lernziele sind das Erwerben zusätzlicher Kenntnisse; besonders auch auf die Region und damit den unmittelbaren Lebensbereich der Jugendlichen bezogen, sowie die Auseinandersetzung mit Geschichte, u. a. durch aktives Mitarbeiten.
Die einzelnen Themen zielen auf eine sachliche Auseinandersetzung - auch mit Vorurteilen - und unterstützen das bewusste Eintreten der Jugendlichen für Toleranz und gegen Rassismus und Antisemitismus. Die Jugendlichen werden mit sachlichen Argumenten ausgestattet, welche sie befähigen, in verbale Gewaltsituationen, z.B. gegen Ausländer, einzugreifen.
Mit den Projekten werden neben den SchülerInnen auch Erwachsene im häuslichen Umfeld und in der Schule oder dem Freizeitbereich erreicht. SchülerInnen werden zu MultiplikatorInnen.

Für die Veranstaltungen in den Schulen werden zu allen Themen Vorbereitungsaufträge zur Verfügung gestellt, auf denen die Vorträge dann aufbauen.
Für die Themen 1 und 3 ist das bereits dargestellt.
Für das Thema 2 erhalten die SchülerInnen vom Projektleiter des LAP-Projektes "Von der friedlichen Revolution zur deutschen Einheit" einen Fragekatalog, der zusammen mit den Eltern o. a. Personen abgearbeitet wird.
Für das Thema 4 wird der Auftrag lauten, sich über das Internet zum KZ Buchenwald zu informieren und anhand von Kartenmaterial das Außenlager Wansleben zu orten.
Mit den SchülerInnen wird nicht nur das Ergebnis ihrer Recherche, sondern auch das neu vermittelte Wissen diskutiert und ausgewertet (Referat etwa. 20-30 min).

Am Aktionstag können (der Kapazität entsprechend) nicht nur SchülerInnen teilnehmen, sonder z. B. auch Jugendliche aus Jugendclubs etc.. Dazu wird es eine Ausschreibung im Amtsblatt und über den Verteiler der AG Öffentlichkeitsarbeit geben.

Anne Frank for ever

Nachdem Kinder und Jugendliche der Senioren und Jugendbegegnungsstätte ZECHE in 2008 sich während einer Ferienaktion sehr intensiv mit dem Schicksal des jüdischen Mädchens befasst hatten, und u.a. (fiktive) Briefe an sie geschrieben, soll in den Herbstferien 2010 dieses Projekt abgeschlossen werden.

Vorgesehen ist die Erstellung eines Hörbuches für Grundschulen mit folgendem Inhalt:

-Kurze Biografie zu Anne Frank
-Lesestück aus dem Buch
-Vorlesen der selbst geschriebenen Briefe (ggf. auch zusätzlich aus einem dazu vorliegenden Buch von anderen Kindern aus der BRD)

Dieses Hörbuch kann unter fachmännischer Anleitung in der Computerwerkstatt des Natur- und Handwerk e. V. in Biesenrode hergestellt und vervielfältigt werden.
In Vorbereitung auf das Projekt wird im Jugendtreff bereits eine erste Auswahl der vorliegenden Texte getroffen und das Vorlesen geübt.

Der Projektzeitraum umfasst 3 Tage

und es werden 12 Mädchen(ab 12 Jahren) daran teilnehmen.

1. Tag: Lese- und Aufnahmeproben
2. Tag: Aufnahmen
3. Tag: Gestaltung des Covers und Signieren jedes Exemplars durch eines der Mädchen
Zunächst werden 50 DVD - Hörbücher fertig gestellt..

Wenn damit der Bedarf an Grundschulen nicht abgedeckt ist, werden diese in Zusammenarbeit mit den beiden Projektpartnern kostenlos nachgereicht.
Den Versand übernimmt die Lutherstadt Eisleben in geeigneter Weise.
Europatag 2010 - Wir feiern mit!

Deutscher Kinderschutzbund Mansfeld- Südharz e.V.
Mehrgenerationenhaus der Luth. Eisleben "Sternschnuppe"
Pestalozzistraße 31
06295 Luth. Eisleben
Veranstaltungsort:
Mehrgenerationenhaus der Luth. Eisleben "Sternschnuppe"
Pestalozzistraße 31
06295 Luth. Eisleben


Termin: 07.05.2010
Uhrzeit: 15.00 - 18.00 Uhr

Projektpartner:
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit der Luth. Eisleben
"Zeche", "Moskito"
Streetworker der Luth. Eisleben

Projektskizze: Europatag 2010 - Wir feiern mit -

Der Europatag als Gemeinschaftsveranstaltung der Kinder- und Jugendeinrichtungen der Luth. Eisleben kann auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Gemeinsam feierten wir schon viele gelungene Europafeste. Für 2010 ist eine bunte und lehrreiche Veranstaltung geplant. Wir wollen den kleinen und großen Besuchern auf spielerische Art und Weise die vielfältige Kulturenlandschaft Europas näherbringen. Wir wollen in einzelnen Ländern Europas Station machen, um hier auf Besonderheiten einzugehen. Diese Veranstaltung soll den Kindern und Jugendlichen nachhaltig Wissen vermitteln. Wir wollen die Akzeptanz und Toleranz der Menschen untereinander stärken.

"Geschichten aus der Nachkriegszeit"

wird eine Aktion, die der Gemeinnützige Frauenverein der Lutherstadt Eisleben e.V. zusammen mit Frauen und Männern -zunächst vorwiegend - aus Volkstedt ab 2010 initiieren wird. Dazu sollen bereits vorliegende Lebensberichte jener in den ersten Nachkriegsjahren 10-16 / / 17-Jährigen in einer Broschüre erfasst werden. Der Frauenverein organisiert dann, beginnend im Rahmen seines monatlichen Stammtisches, die Erzähl-Cafes gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten. Es werden z.B. bei anderen Vereinen, in Jugendclubs, an Schulen, in Seniorenbegegnungsstätten, bei kirchlichen Frauengruppen etc. diese Lesungen durchgeführt und die Fahrten zu den Einsatzorten eigenständig organisiert und finanziert.

Langfristig soll darauf hingewirkt werden, dass noch mehr Frauen und Männer sich aktiv am Erzähl-Cafe beteiligen und ihre eigenen Geschichten aufschreiben / aufschreiben lassen.

Es sollen zunächst 60 Exemplare mit je 50 Seiten entstehen.

Zielgruppen

ausländische Kinder und Jugendliche den Zielgruppen ist es aus finanziellen Gründen nicht möglich anderweitige Freizeitangebote wie z.B. in Vereinen zu nutzen Teilnahme an verschiedenen Sportveranstaltungen
benachteiligte u. gefährdete einheimische Kinder u. Jugendliche Lösung der Zielgruppen aus der Isolation z.B. durch Überwindung sprachlicher Barrieren Teilnahme an Sprachunterricht
ausländische Mädchen Auseinandersetzung mit den Besonderheiten der Weltreligionen zum besseren Verständnis der Mitmenschen Teilnahme an Kulturangeboten
Menschen mit Migrationshintergrund und Einheimische Teilnahme an verschiedenen Bildungsangeboten


Projektpartner

Bündnis gegen Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit der Luth. Eisleben

AG Jugend/ Schule des Bündnisses gegen Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit der Luth. Eisleben

Jugendamt des Landkreis Mansfeld-Südharz

diverse Schulen des Landkreises Mansfeld-Südharz

verschiedene Jugendeinrichtungen des Landkreises Mansfeld-Südharz



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