Projektträger:

GSG - Gesellschaft für Sanierung und Strukturentwicklung Mansfelder Land mbH
Herr Peter Edel
An der Hütte 2
06311 Helbra


Telefon: 034772/84301
Fax: 034772/84302

Projektname:

Auf dem Weg zu gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz

Laufzeit:

01.01.2009 bis 31.12.2009

Bewilligte LAP-Mittel:

8.420,00€


Überblick

Die Bündnismitglieder in der Lutherstadt Eisleben sehen ihre Hauptaufgabe darin, einen Beitrag zu leisten für die Integration ausländischer MitbürgerInnen, vor allem der Kinder und Jugendlichen, insbesondere durch gemeinsame Aktivitäten und spezifische Informations- und Aktionsangebote. Dies gilt ebenso für die Arbeit mit der älteren Generation. Der gut angelaufene Trend in 2008, auch junge Erwachsene, Eltern, Senioren/-innen, Lehrer/-innen einzubeziehen wird weiter verfolgt und nach Möglichkeit werden Projekte entwickelt, die sich auch nach der Förderung aufrecht erhalten lassen bzw. in deren Ergebnis nachhaltig Nutzbares entsteht.

In der Region leben vor allem Menschen aus Vietnam, aus der Türkei und vereinzelt dem sonstigen arabischen Raum, aus Ex - Jugoslawien und dem Kosovo, aus Afrika (vorrangig aus Mosambique) und die Spätaussiedler aus den GUS-Staaten.

Die Projekte orientieren künftig auf eine weitere verstärkte Aktivierung und damit Einbeziehung dieser Migranten/-innen einerseits und andererseits auf Aufklärungsarbeit über die besondere Lebenssituation dieser Menschen, damit die deutsche Bevölkerung sachkundig und kompetent das friedliche miteinander Leben aktiv fördert. Auf diesem Weg sehen wir langfristig gute Chancen, dass nationalistisches und faschistisches Gedankengut seine Grundlagen verlieren.
Dies auch aus der Sorge heraus, da NPD-Mitglieder in den neuen Kreistag eingezogen sind, dass sich deren Anhänger aus der Sotterhäuser und Gerbstedter Szene hier verstärkt Gehör verschaffen könnten.

Wir wollen auf der Ebene der täglichen Begegnungen die Menschen erreichen, aufeinander aufmerksam machen und zu gemeinschaftlichem, solidarischen und demokratischen Handeln ermutigen und sie dabei begleiten.
Besonders jene jungen Menschen, die zwar nicht in (rechts)-extremistischen Parteien /Organisationen verankert sind, aber tendenziell - auf Grund ihrer Bildungsdefizite und familiären Verhältnisse - mit diesen sympathisieren, wollen wir Alternativen bieten. Damit sind die Projekte so auszugestalten, dass Bildung, gemeinsame Aktivitäten und die Übernahme gegenseitiger Verantwortung bewusst gefördert und begünstigt werden. Dies soll vor allem mittels konkreter und längerfristiger Aufgabenübertragung an die hier beschriebene Gruppe junger Menschen geschehen, aber auch in gleicher Weise durch Integration (junger) Migranten und/-innen als Akteure in den Projekten. In Zusammenarbeit mit dem hier ansässigen Synagogenverein werden schwerpunktmäßig neue, moderne Bildungsangebote entwickelt, um den Antisemitismus weiter zurückzudrängen. Das gilt auch für den Veranstaltungskatalog, der zurzeit erarbeitet und an die Bildungseinrichtungen ausgereicht wird. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Verein Integration, Beschäftigung und Soziales. Dieser Katalog kann ebenfalls von Bildungseinrichtungen in anderen Orten des Landkreises abgefordert werden.

Somit begründet sich auch die Zielstellung und damit der Arbeitstitel des gestellten Antrages auf Förderung eines Makroprojektes:

Fortführung des Projektes "Auf dem Weg zu gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz"

Die Projekte sind ausnahmslos auf Nachhaltigkeit gerichtet.
Die Projekte dienen durch z. T. neue Partnerschaften in der Umsetzung auf das Ausloten von Tragfähigkeit auch ohne künftige Förderung.
Die Projekte dienen der Anschaffung z. B. weiterer Literatur / Filme für die langfristige Nutzung.
Die Projekte führen zur Schaffung von digitalem Unterrichtsmaterial für alle Schulen.
Die Projekte sollen eine verbindliche Zusammenarbeit zwischen den Bündnispartnern fördern.
Die Projekte dienen der Aufklärungsarbeit über die Spirale von (rechter) Gewalt.

Zielgruppen

ausländische Kinder und Jugendliche den Zielgruppen ist es aus finanziellen Gründen nicht möglich anderweitige Freizeitangebote wie z.B. in Vereinen zu nutzen Teilnahme an verschiedenen Sportveranstaltungen
benachteiligte u. gefährdete einheimische Kinder u. Jugendliche Lösung der Zielgruppen aus der Isolation z.B. durch Überwindung sprachlicher Barrieren Teilnahme an Sprachunterricht
ausländische Mädchen Auseinandersetzung mit den Besonderheiten der Weltreligionen zum besseren Verständnis der Mitmenschen Teilnahme an Kulturangeboten
Menschen mit Migrationshintergrund und Einheimische Teilnahme an verschiedenen Bildungsangeboten


Projektpartner

Bündnis gegen Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit der Luth. Eisleben

AG Jugend/ Schule des Bündnisses gegen Gewalt, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit der Luth. Eisleben

Jugendamt des Landkreis Mansfeld-Südharz

diverse Schulen des Landkreises Mansfeld-Südharz

verschiedene Jugendeinrichtungen des Landkreises Mansfeld-Südharz

Zeitplan

20.06.2009 Fest der Kulturen (Anlage 1) Menschen mit Migrationshintergrund und Einheimische und 25 verschiedene Vereine, Institutionen, Privatpersonen und Einrichtungen
01.01.2009 - 31.12.2009 Der Vergangenheit auf der Spur Gymnasien des Landkreises, Schriftstellerin Amalie Fried (wenn Zusage erfolgt), Förderverein Alte Synagoge Eisleben
01.01.2009 - 31.12.2009 Die Katharinenschule - ein Bündnispartner in Aktion
Sonstige Veranstaltungen gegen Gewalt und für Integration
Schüler, Lehrer, Eltern, Vereine
08.05.2009 GehDenken
Familien
20.05.2009 Europatag 2009 VDN-VVN, Miteinander e.V., DGB, Gleichstellungsbeauftragte, Streetworkerin, Polizei, Vereine, Landesfrauenrat, Schriftstellerin Amelie Fried, Landtagsfraktion Die LINKE, Eisleber Hotel
01.01.2009 - 31.12.2009 Spielend Sprache lernen für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund ausländische u. deutsche Kinder sowie deren Eltern, Grundschule "Geschwister Scholl", KITA Magdeburger Strasse
19.06.2009 Aktionstag Sport gegen Gewalt interessierte Familien, Sportverein "AK-Ruy e.V.", Stadtverwaltung Eisleben, Kreisbehindertenverband, Deutsches Rotes Kreuz, Streetworker - Frau Skerka, Lutherstadt Eisleben - BM'in, Fr. Fischer, SSV Eisleben e.V., Polizei und Feuerwehr, Kindergärten und Schulen, Landessportbund Sachsen-Anhalt, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Kreissportbund Mansfeld-Südharz e. V., Kinderschutzbund Eisleben, DRK, BTH-GmbH, GSG Mansfelder Land GmbH, Verein Integration, Beschäftigung und Soziales e.V
01.01.2009-31.12.2009 Aufbau des Zentrums für jüdische Geschichte in der Alten Synagoge Eisleben Förderverein Alte Synagoge Eisleben e.V., Heimatverein, Bündnis, Kirchengemeinden


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