Projektname:
Interkulturelle Woche 2008
Projektträger:
Deutsche Angestellten-Akademie Sangerhausen
Telefon: 03464-276634
Fax: 03464-276635
Mittel aus dem lokalen Aktionsplan:
4.000,00 €
Projektdauer:
01.09.2008.-31.10.2008
Projektinhalte
Die Mitwirkenden der Interkulturellen Woche 2008 im Landkreis Mansfeld-Südharz
haben sich aus den guten Erfahrungen des Vorjahres entschlossen, auch in diesem
Jahr einen kooperativen Veranstaltungsplan zu erarbeiten und einen gemeinsamen
LAP - Antrag zur Förderung der Veranstaltungen zu stellen. Die einzelnen Aktivitäten
2008, die in den Kommunen und im Landkreis stattfinden und von vielen einzelnen
Akteuren vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet werden, haben an Quantität
aber vor allem an Qualität zugenommen. Aus unseren Erfahrungen mit dem LAP Projekt
für das Jahr 2007 kann man feststellen, dass die Bürger des Landkreises bereit sind,
sich zu engagieren, wenn ihnen eine Plattform geboten wird ohne große bürokratische
Hindernisse. Für viele gerade kleinere Veranstaltungen, wir sprechen hier von einem
Volumen von z.T. unter 100,00 €, lohnt sich ein kompliziertes Antragsverfahren nicht,
bzw. schreckt die Akteure schon im Vorfeld ab. Diese Anträge würden auch einen nicht
zu rechtfertigenden Verwaltungsaufwand erforderlich machen und somit auch immense
Kosten. Alle beteiligten Akteure aus dem Jahr 2007 sprachen sich deshalb dafür
aus den LAP - Antrag für die Interkulturelle Woche 2008 auch gemeinsam einzureichen.
Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Akteure und die professionelle
Abwicklung durch die DAA Sangerhausen wurde deshalb angeregt, dass die DAA
Sangerhausen wieder als Antragsteller fungiert.
Es gibt zwei Zielstellungen für die Veranstaltungen der Interkulturellen Woche 2008:
1. Die Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft weiter vorantreiben.
2. Erhöhung der Interkulturellen Kompetenz bei MultiplikatorInnen und den
Entscheidungsträgern / MitarbeiterInnen der Kommunen und Dienste des Landkreises
Mansfeld-Südharz.
Wir werden durch viele Veranstaltungen im öffentlichen Raum die Mehrheitsbevölkerung
durch niederschwellige Angebote erreichen und für das Thema sensibilisieren. Nur
durch den Ausbau des direkten Kontaktes zwischen Menschen unterschiedlicher
ethnischer, kultureller und religiöser Herkunft können Fremdenangst und daraus
resultierende Fremdenfeindlichkeit weiter abgebaut bzw. verhindert werden.
Es soll auch in diesem Jahr verhindert werden, dass Extremisten die Möglichkeit
bekommen durch Angebote im öffentlichen Bereich Kinder, Jugendliche, Familien und
Senioren anzusprechen und sie in ihren Bannkreis aus Intoleranz und
Gewaltbereitschaft hineinzuziehen. Hierfür sind Angebote vorgesehen, die
geeignet sind, Erfahrungen von Teilhabe und Beteiligung zu vermitteln.
Zur Erreichung des zweiten Zieles werden die DAA und der Landkreis zusammenarbeiten,
geplant ist als Höhepunkt die Fachtagung unter dem Motto "Ist interkulturelle
Erziehung nachhaltiges Lernen?" für die MitarbeiterInnen der KITAs im Landkreis
Mansfeld-Südharz.
Hierbei entsteht auch ein gewünschter Synergieeffekt mit dem LAP geförderten
Projekt "igel 2008". Mit den Akteuren des Projektes werden wir einen Fachtag
für ErzieherInnen anbieten und durchführen, die Kosten sind auch über dieses
Projekt bereits gedeckt..
Durch die Fortführung der im Jahr 2007 begonnen Arbeit, werden die entstandenen
Netzwerke und Kooperationen gestärkt und befördert. Durch die ressort- und
strukturübergreifende Zusammenarbeit der AkteurInnen kann eine neue Qualität
der Arbeit erreicht werden und die Einbeziehung neuer AkteurInnen wird immer
unkomplizierter und effektiver.
Diese Zielstellungen sind dem Leitziel des Lokalen Aktionsplanes verpflichtet,
sich für eine aktive und tolerante Bürgergesellschaft im Landkreis zu engagieren
und damit öffentlich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus aufzutreten.